Freiwillige Feuerwehr Ettlingen
Abteilung Ettlingen

Neuerungen im Straßenverkehrsrecht - Infos durch Profi Trudbert Lumpp

Routine ist auch beim Autofahren ein unerlässlicher Partner, gepaart mit der richtigen Aufmerksamkeit. Denn wer kennt die Situation nicht, Jahre lang fährt man dieselbe Strecke, dann ein neues Schild und man beginnt zu grübeln. Gerade das noch junge Jahr 2001 sorgte für manche wichtige neue Regelung im Straßenverkehr, die auch und gerade für die Männer und Frauen der Freiwilligen Feuerwehr wesentlich sind.

Rund 50 St. Floriansjünger nahmen an der Informationsveranstaltung von Trudbert Lumpp, Inhaber der Fahrschule am Stadtbahnhof, teil, der auf Einladung von Kommandant Ehrle sein Wissen gerne zur Verfügung stellte. Stichwortartig hatte er die wichtigsten Regelungen, die er auch praktisch erklärte, indem er den Bezug zum Straßenverkehr in und um Ettlingen herstellte, auf Folien zusammengestellt. Gleichfalls nicht uninteressant war, dass die Änderung der Straßenverkehrsordnung auch neue Bußgeldregelungen nach sich gezogen hat, die den meisten Autofahrern/‑innen weniger vertraut sind, außer das durch die Medien bekannte Handyverbot.

Wer keine Freisprecheinrichtung hat, darf beispielsweise nur im Stand bei abgeschaltetem Motor sein Handy bedienen. Aber auch Radfahrern droht ein Bußgeld von 30 Mark, wenn sie während des Fahrens ihr Handy benutzen.

Von besonderem Interesse ist in Ettlingen auch und gerade der Kreisverkehr, für den es ein neues Verkehrszeichen gibt, das immer in Verbindung mit dem Vorfahrt-Gewährens-Schild auftritt. Ist der Kreisverkehr durch diese beiden Schilder geregelt, blinkt man beim Einfahren nicht. Beim Ausfahren aus dem Kreisverkehr muss man seinen Blinker betätigen. Satt kann es werden, wer glaubt, er könne über die Mittelinsel fahren. 75 Mark als Bußgeld winken. Ausgenommen sind davon LKWs, die aufgrund ihrer Abmessung den Kreisel nicht bewältigen können. Ein weiterer Punkt auf der Neuerungsliste von Trudbert Lumpp war das Reißverschlussverfahren bei Engstellen, das erst unmittelbar davor erfolgt.

Und der grüne Pfeil, er erlaubt trotz roter Ampel, dass man rechts abbiegen darf, doch zuvor muss man erst an der Haltelinie stoppen und darf nur ohne Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer abbiegen, sprich querende Fußgänger haben "Vorfahrt".

Freie Durchfahrt bei Einbahnstraßen haben die Pedaleure nicht, wie viele glauben. Erst durch ein Zusatzschild dürfen sie auch in die Gegenrichtung fahren. Wer einfach durchbrettert, muss mit 30 Mark, bei Gefährdung mit 50 Mark rechnen.

Für Belustigung bei den Teilnehmern an diesem Infoabend sorgte das Ausfüllen der von Lumpp verteilten Theoriebögen, die für manch erfahrenen Autofahrer nicht unbedingt einfach zu beantworten waren, bedingt auch durch die Neuerungen in der Straßenverkehrsordnung. Defizite in dieser Hinsicht wurden durch den informativen und sehr lehrreichen Vortrag vom Inhaber der Fahrschule am Stadtbahnhof ausgeräumt.

Quelle: Amtsblatt der Großen Kreisstadt Ettlingen vom 08. März 2001

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